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Waldweiden
- Tabubruch im Schweizerischen Mittelland?
Infos zum Projekt "Ökologische
und ökonomische Perspektiven einer geregelten Waldweide auf wüchsigen
Buchenwaldstandorten"
Extensive Beweidung des Waldes – eine uralte, aus weiten
Teilen der Schweiz verbannte Nutzungsform, viele offene Fragen, faszinierende
Perspektiven für den Naturschutz und die Wirtschaftlichkeit, aber
bei vielen Förstern, Jägern und Amtsstellen tief in der Kreide. Um den
wenigen Fakten und vielen Vorurteilen sachliche Grundlagen entgegenzustellen,
hat Ö+L in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltwissenschaften
der Uni Zürich ein Forschungsprojekt eingereicht.
Wir
wollen untersuchen, wie sich eine geregelte Waldweidenutzung auf die Biodiversität
und die Wirtschaftlichkeit von typischen Waldtypen des Schweizer Mittellandes
auswirkt.
Das Waldweide-Forschungsprojekt
ist auf zwei je 5 ha grossen Waldparzellen des Betriebes Litzibuch bei
Zürich geplant und will verschiedene Beweidungsregimes miteinander
und mit der bisherigen Nutzung vergleichen. Wir erwarten, dass
die geregelte Waldweide für die Artenvielfalt und für die Landschaftsqualität
(Erholungseignung) deutlich, in ökonomischer Hinsicht leicht besser
abschneiden dürfte als die bisherige Holznutzung.
Der Kanton Aargau, auf dessen Hoheitsgebiet die Hälfte
der Flächen liegen, und das BUWAL haben das Projekt grundsätzlich
begrüsst und unterstützt, und von der MUT-Stiftung ist es mit
dem Förderpreis "DIE GOLDENE LERCHE", von der Vogelwarte
Sempach mit dem Lebensraumpreis ausgezeichnet worden. Das Amt für
Landschaft und Natur ALN des Kantons Zürich hingegen hat es mit fachlich
kaum haltbaren Argumenten abgelehnt. Ein aufwändiges Rekursverfahren
in erster Instanz (Regierungsrat) hat keinen Durchbruch gebracht. Weil
keine weiteren Ressourcen zur Verfügung stehen und für den Versuch
wichtige Flächen nicht einbezogen werden konnten, mussten wir das
Projekt vorläufig auf Eis legen - in der Hoffnung, dass es allenfalls
anderwärts oder zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden
kann.
Im
Kanton Aargau hat das Projektgesuch und die Gespräche und Begehungen,
die stattfanden, eine intensive, fruchtbare Diskussion innerhalb der betroffenen
Ämtern ausgelöst. Heute steht der Kanton Aargau der geregelten
Beweidung von Wäldern grundsätzlich positiv gegenüber und
initiiert selber aktiv Beweidungs- und Forschungsprojekte, in die wir
teilweise involviert sind.
Wir möchten mit den nachfolgenden Informationen über
das Forschungsvorhaben das Comeback der geregelten Waldweide - die in
den Ländern rund um die Schweiz in Forschung, Naturschutz und Landnutzung
längst Fuss gefasst hat - unterstützen:
-
Einen Einblick in die Motive, das Konzept und die Hypothesen des
geplanten Forschungsprojektes erhalten Sie hier
(ausführliche Zusammenfassung des Projektantrages)
-
Das vollständige Projektkonzept mit Literaturliste können
Sie hier anfordern.
- Informationen zu den Hürden und zur genauen Rechtslage
erhalten Sie auf Anfrage hier.
- Unter der Mailadresse abossh__uwinst.unizh.ch
stehen wir Ihnen auch für sonstige Fragen gerne zur Verfügung.
Ausgewählte
Links zur Waldweidethematik
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Hat
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Alpen (alpenbezogenes Forschungsprojekt der WSL)
Einfluss
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Waldweide
als nachhaltige Pflegemassnahme (Projektvorhaben
Baden-Würtemberg)
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- Wytweiden des Jura (Forschungsprojekt WSL) Umweltgerechte
Waldnutzung: Problemfeld subalpine Waldweide (Umfrageergebnisse)
Waldweideprojekt
Baden-Würtemberg
Übersicht über
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