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Was ist ein Landschaftsentwicklungskonzept (LEK)?
(Einen ausführlichen Artikel können
Sie hier (pdf-file, 100KB) herunterladen)
Ein Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) ist ein Wegweiser
für die wünschbare, nachhaltige Entwicklung der Landschaft.
Eine neue Aktualität und zugleich eine wirtschaftliche Bedeutung
erhielt der LEK-Planungsansatz mit der
Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) des Bundes, die per 1.
Mai 2001 in Kraft trat. Landwirte, welche im Rahmen eines LEK oder Vernetzungskonzeptes
definierte, ökologisch wertvolle Flächen bewirtschaften, können
je nach Kanton zusätzliche Flächenbeiträge von 5-10 Franken
pro Are beantragen.
LEK gehen aber in verschiedener Hinsicht über Vernetzungsprojekte
hinaus, sie sind quasi eine ganzheitlichere, umfassendere Version von
Vernetzungskonzepten:
- LEK betreffen nicht nur die landwirtschaftliche Nutzfläche,
sondern 100% der Landschaft - schliessen also Siedlungen, Gewässer
und Wald mit ein.
- LEK skizzieren wünschbare Entwicklungsperspektiven unserer Landschaft
im Sinne der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit.
- LEK gehen partizipativ vor: Sie verstehen Planung als Prozess, an
dem sich die verschiedenen Landschaftsnutzer von Beginn an aktiv beteiligen.
- LEK berücksichtigen Aspekte, die über die Vernetzung hinausgehen,
wie Anliegen der Landschaftsgestaltung, der Erholung oder des Tourismus.
Die Umsetzung von LEK wie von Vernetzungsprojekten beruht
damit auf den Grundpfeilern "Freiwilligkeit", "Kooperation"
und "Anreize", mit welchen die gewünschten landschaftlichen
Entwicklungen erreicht werden sollen. Die Anreize können einerseits,
beispielsweise im Sinne der ÖQV, finanzieller Natur sein; sie können
- und sollten gleichzeitig - aber auch aus Informations- und Motivationsarbeit,
künstlerischen Aktionen, runden Tische u.ä. bestehen und ideelle
Impulse für eine Auseinandersetzung mit Landschaft und ihrer Gestaltung
geben. Damit ergibt sich eine nahe Verwandtschaft mit den Zielen und Vorgehensweisen
der Lokalen Agenda 21.
Das Büro für Ökologie und Landschaft engagiert
sich seit 1995, als es eines der ersten Projekte in der Ostschweiz durchführte,
für umsetzungsnahe Projekte mit einem hohen biologischen Standard.
Einige Erfahrungen und Grundsätze, die auf den seither durchgeführten
LEK- und Vernetzungsprojekten basieren, sind kürzlich in einer 12-seitigen
Broschüre erschienen, deren Text Sie hier
herunterladen können. In Fischenthal konnten die hoch gesteckten
Ziele innerhalb weniger Jahre zu fast 100% realisiert werden (Details
hier), in anderen
Projekten ist die Umsetzung erst angelaufen.
Unsere Referenzen mit Landschaftsentwicklungs- und
Vernetzungsprojekten erfahren Sie hier,
unser Angebot zur Erstellung von entsprechenden Projekten für Ihre
Gemeinde oder Ihre Region ist hier
beschrieben.
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